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ERKRANKUNGEN & BEHANDLUNGEN

Schwannom (Nervenscheidentumor): Ursachen, Symptome, Therapie

12 Min.
Prof. Dr. Yavuz Arıkan
Schwannom (Nervenscheidentumor): Ursachen, Symptome, Therapie

Was ist ein Schwannom (Nervenscheidentumor)?

Ein Schwannom ist ein Nervenscheidentumor, der aus den Schwann-Zellen hervorgeht – den Zellen, die die Nerven umhüllen und die Reizleitung ermöglichen – und meist gutartig verläuft. Diese Tumoren können an peripheren Nerven, an den Nervenwurzeln der Wirbelsäule und an den Hirnnerven entstehen. Da sie in der Regel langsam wachsen, verursachen sie oft lange Zeit keine Beschwerden; mit zunehmender Größe können sie jedoch auf den Nerv drücken und ernste neurologische Probleme hervorrufen.

In der Praxis der Orthopädischen Onkologie können Schwannome – besonders wenn sie an der Wirbelsäule und in tiefen Geweben liegen – mit einem Knochentumor oder mit Weichteiltumoren verwechselt werden. Eine korrekte Diagnose ist daher entscheidend, um unnötige Operationen zu vermeiden und das Nervengewebe zu schützen.

Nach dem klinischen Ansatz, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan betont, ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Schwannomen eine wirksame Behandlungsplanung, bevor es zu einer Nervenschädigung kommt.

Was für ein Tumor ist ein Schwannom?

Schwannome sind meist abgekapselt, gehen von einem einzelnen Nerv aus, wachsen langsam und sind überwiegend gutartig. Aufgrund dieser Eigenschaften breiten sie sich nicht in das umliegende Gewebe aus, können aber den Nerv zusammendrücken und Schmerzen sowie Funktionsverluste verursachen.

Unterschied zwischen Schwannomen und bösartigen Tumoren

Schwannome sind in der Regel kein Krebs. In sehr seltenen Fällen können sie mit malignen peripheren Nervenscheidentumoren verwechselt werden. Diese Unterscheidung erfolgt vor allem mittels MRT und bei Bedarf durch eine Biopsie. Aus Sicht der Orthopädischen Onkologie ist diese Abgrenzung von größter Bedeutung.

Warum ist das wichtig?

Wird Nervengewebe geschädigt, können dauerhafte Taubheit, Muskelschwäche und Bewegungsverlust entstehen. Obwohl ein Schwannom gutartig ist, handelt es sich daher um einen Nervenscheidentumor, der nicht vernachlässigt werden sollte.

Schwannom (Nervenscheidentumor)

Warum entsteht ein Schwannom?

Ein Schwannom (Nervenscheidentumor) entsteht, wenn sich die Schwann-Zellen, die die Nerven umhüllen, unkontrolliert vermehren. Diese Zellen isolieren normalerweise die Nervenfasern und regulieren die elektrische Reizleitung. In manchen Situationen versagen die zellulären Kontrollmechanismen, sodass sich diese Zellen abnorm vermehren und einen Tumor bilden. Klinische Beobachtungen in der Orthopädischen Onkologie zeigen, dass die Entstehung eines Schwannoms nicht von einer einzigen Ursache, sondern von mehreren biologischen Faktoren abhängt.

1. Genetische Mutationen

Die grundlegendste Ursache von Schwannomen sind genetische Veränderungen in den Schwann-Zellen. Störungen in Genen, die das Zellwachstum steuern, können dazu führen, dass sich diese Zellen unbegrenzt vermehren.

2. Neurofibromatose Typ 2 (NF2)

Manche Schwannome stehen mit einer erblichen Erkrankung namens Neurofibromatose Typ 2 in Zusammenhang. Bei dieser Erkrankung funktionieren die Mechanismen nicht, die die Tumorbildung in den Nervenscheidenzellen unterdrücken, und es können mehrere Schwannome entstehen.

3. Strahlenbelastung

In Bereichen, die früher bestrahlt wurden, kann das Risiko steigen, dass sich Jahre später ein Schwannom entwickelt. Strahlung kann die DNA der Zellen schädigen und die Tumorbildung auslösen.

4. Nerventrauma und chronische Reizung

In manchen Fällen tritt ein Schwannom häufiger an Nerven auf, die zuvor verletzt wurden oder ständigem Druck ausgesetzt sind. Eine langfristige mechanische Belastung kann die zellulären Reparaturprozesse stören.

5. Sporadische (zufällige) Entstehung

Ein großer Teil der Schwannome entsteht völlig zufällig, ohne jede genetische Erkrankung. Bei diesen Patienten lässt sich kein spezifischer auslösender Faktor finden.

Wo treten Schwannome auf?

Da ein Schwannom (Nervenscheidentumor) aus den Schwann-Zellen der Nervenhülle entsteht, kann es nahezu überall im Körper auftreten. In der Praxis der Orthopädischen Onkologie findet es sich jedoch am häufigsten an der Wirbelsäule, an den Nerven von Armen und Beinen sowie im Kopf-Hals-Bereich. An manchen Stellen fallen diese Tumoren nur als kleine Schwellung auf, an anderen können sie starke Schmerzen und Bewegungsverluste verursachen.

Bei den klinischen Untersuchungen von Prof. Dr. Yavuz Arıkan zeigt sich, dass Schwannome je nach Lage mit einem Knochentumor oder mit Weichteilraumforderungen verwechselt werden können; insbesondere die Diagnose von Schwannomen im Bereich der Wirbelsäule erfordert große Sorgfalt.

1. Wirbelsäule und Spinalnervenwurzeln

Die häufigste Lokalisation von Schwannomen ist die Wirbelsäule. Schwannome, die von Nervenwurzeln im Hals-, Brust- und Lendenbereich ausgehen, können sich durch Nacken- und Rückenschmerzen, in Arm oder Bein ausstrahlende Schmerzen, Taubheit und Muskelschwäche bemerkbar machen. Diese Lokalisationen können in der Bildgebung manchmal den Verdacht auf einen Knochentumor wecken.

2. Kopf- und Gesichtsnerven

Schwannome, die vor allem vom Hörnerv ausgehen (Vestibularisschwannom), verursachen Symptome wie Hörverlust, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Gleichgewichtsstörungen. Tumoren in der Nähe des Gesichtsnervs können zu einer Schwäche der Gesichtsmuskulatur führen.

3. Arm und Hand

Schwannome an den Nerven im Bereich von Ellenbogen, Unterarm und Handgelenk zeigen sich als tastbare weiche Raumforderung, als berührungsempfindlicher Schmerz und als Taubheit in den Fingern. Diese Raumforderungen werden manchmal für Weichteil- oder Knochenbefunde gehalten.

4. Nerven von Bein und Fuß

Schwannome im Bereich des Oberschenkels, der Kniekehle und des Sprunggelenks können Schmerzen beim Gehen, ein stromschlagartiges Gefühl und Schwäche verursachen.

5. Bauch und Becken

Schwannome, die von tief gelegenen Nerven ausgehen, können sich im Bauchraum oder im Becken entwickeln. Diese Tumoren können sich durch Druck auf Organe und unerklärliche Bauch- oder Leistenschmerzen äußern und in der Bildgebung mit einem Knochentumor oder anderen Raumforderungen verwechselt werden.

Welche Symptome hat ein Schwannom?

Da ein Schwannom aus der Nervenscheide entsteht, hängen die Symptome direkt von der Funktion des betroffenen Nervs ab. Manche Patienten verspüren daher nur ein leichtes Unbehagen, während andere starke Schmerzen und Funktionsverluste haben. Vor allem Schwannome an der Wirbelsäule und an großen Nerven können mit der Zeit die Nervenleitung stören und den Alltag deutlich beeinträchtigen.

1. Entlang des Nervs ausstrahlende Schmerzen

Das häufigste Symptom eines Schwannoms ist ein Schmerz entlang des Nervenverlaufs. Dieser Schmerz kann vom Nacken in den Arm, vom unteren Rücken ins Bein oder von der Schulter in die Hand ausstrahlen. Patienten beschreiben ihn oft als brennend oder wie einen Stromschlag.

2. Taubheit und Kribbeln

Wenn der Tumor auf den Nerv drückt, entstehen in den von diesem Nerv versorgten Bereichen Taubheit, Kribbeln und ein vermindertes Gefühl. Diese Anzeichen schreiten meist langsam fort und werden anfangs oft nicht bemerkt.

3. Muskelschwäche

Bei Schwannomen, die motorische Nerven betreffen, können Schwäche in Arm oder Bein, Schwierigkeiten beim Festhalten von Gegenständen und Gleichgewichtsstörungen beim Gehen auftreten. Dies ist vor allem bei Schwannomen der Wirbelsäule deutlich.

4. Eine tastbare Raumforderung

Schwannome, die von oberflächlichen Nerven an Arm, Bein oder Hals ausgehen, können als langsam wachsende, verschiebliche und druckempfindliche Raumforderung unter der Haut getastet werden. Diese Raumforderungen werden manchmal mit Befunden knöchernen oder weichteiligen Ursprungs verwechselt.

5. Nachtschmerzen und Beschwerden in Ruhe

Bei manchen Schwannomen werden die Schmerzen vor allem nachts oder in Ruhe deutlicher. Dies kann die Schlafqualität beeinträchtigen.

6. Besondere Befunde bei spinalen Schwannomen

Schwannome in der Nähe des Rückenmarks und der Nervenwurzeln können ernstere neurologische Symptome verursachen, etwa Kreuz- und Nackenschmerzen, Gehstörungen sowie Veränderungen der Blasen- oder Darmkontrolle.

Wie wird ein Schwannom diagnostiziert?

Die Diagnose eines Schwannoms (Nervenscheidentumors) wird nicht allein dadurch gestellt, dass eine Raumforderung gesehen wird, sondern durch den sicheren Nachweis, dass diese tatsächlich von einem Nerv ausgeht. Je nach Lage können Schwannome mit einem Knochentumor, einem Bandscheibenvorfall, einer Raumforderung in der Muskulatur oder anderen Weichteiltumoren verwechselt werden. Die Diagnostik umfasst daher sowohl die klinische Untersuchung als auch moderne Bildgebung.

1. Ausführliche klinische Untersuchung

Der erste Schritt ist die Analyse der Beschwerden des Patienten. Entlang eines Nervenverlaufs ausstrahlende Schmerzen, Taubheit und Kribbeln, Muskelschwäche und eine druckempfindliche tastbare Raumforderung sind Warnzeichen für ein Schwannom. Der Arzt ermittelt durch die Untersuchung, zu welchem Nerv diese Symptome gehören.

2. Magnetresonanztomografie (MRT)

Die MRT ist das wertvollste Verfahren zur Diagnose eines Schwannoms. Sie zeigt deutlich, ob der Tumor von einem Nerv ausgeht, wie er zum Nerv liegt und in welcher Beziehung er zu benachbarten Muskeln, Knochen und Gefäßen steht. Die abgekapselte Struktur von Schwannomen und ihre Kontinuität mit dem Nerv sind charakteristische Merkmale in der MRT.

3. Computertomografie (CT)

Die CT wird vor allem bei Schwannomen neben der Wirbelsäule und dem Knochen eingesetzt. Es wird beurteilt, ob der Tumor auf den Knochen drückt und ob er knöcherne Kanäle erweitert hat. So lässt sich der Verdacht auf einen Knochentumor abgrenzen.

4. Ultraschall

Der Ultraschall ist bei Schwannomen in oberflächlichen Bereichen wie Arm, Bein und Hals sehr hilfreich. Eine gut abgegrenzte Raumforderung in Verbindung mit einem Nerv spricht für ein Schwannom.

5. Elektrophysiologische Untersuchungen

Bei manchen Patienten wird eine EMG (Elektromyografie) eingesetzt, um die Nervenleitung zu messen. Diese Untersuchung zeigt, ob am Nerv ein Druck oder eine Schädigung vorliegt.

6. Biopsie (bei Bedarf)

Bei den meisten Schwannomen ist keine Biopsie erforderlich. Kann die Bildgebung einen bösartigen Tumor nicht ausschließen oder wächst die Raumforderung schnell, wird eine kontrollierte Biopsie durchgeführt. Die Biopsie von Tumoren neuralen Ursprungs erfordert eine besondere Technik.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung eines Schwannoms (Nervenscheidentumors) richtet sich nach dem betroffenen Nerv, der Wachstumsgeschwindigkeit, den verursachten Beschwerden und der Beziehung zu benachbarten Geweben. Ziel ist nicht nur die Beseitigung des Tumors, sondern auch der Erhalt der Nervenfunktion. Anders als eine gewöhnliche Operation einer Raumforderung erfordert die Schwannom-Behandlung daher, dass Orthopädische Onkologie und Nervenchirurgie gemeinsam betrachtet werden.

1. Beobachtung und aktive Überwachung

Bei kleinen, langsam wachsenden und beschwerdefreien Schwannomen ist die erste Option oft eine Beobachtung ohne Behandlung. Dabei werden regelmäßig MRT-Kontrollen, neurologische Untersuchungen und die Überwachung von Schmerzen und Gefühlsveränderungen durchgeführt. Wächst der Tumor nicht und drückt er nicht auf den Nerv, ist möglicherweise keine Operation nötig.

2. Medikamente und Symptomkontrolle

Bei Patienten mit Schmerzen, die noch keine Operation benötigen, können Medikamente gegen Nervenschmerzen und entzündungshemmende Behandlungen eingesetzt werden. Dieser Ansatz hilft vor allem bei spinalen Schwannomen, die Lebensqualität zu erhalten.

3. Operation

Die Operation ist in folgenden Situationen die wirksamste Option: bei starken oder zunehmenden Schmerzen, bei Taubheit und Muskelschwäche, bei Wachstum des Tumors und bei einer Verschlechterung der Nervenfunktion.

Bei der Operation wird das Schwannom behutsam vom Nerv gelöst und entfernt. Da Schwannome meist abgekapselt sind, können sie in erfahrenen Händen unter Erhalt des Nervs entfernt werden. Diese Eigenschaft unterscheidet sie von vielen Knochentumoren oder aggressiven Weichteiltumoren.

4. Radiochirurgie und fokussierte Strahlentherapie

Bei manchen Patienten kann die Radiochirurgie bevorzugt werden, wenn das Operationsrisiko hoch ist oder der Tumor an einer schwer zugänglichen Stelle liegt. Vor allem beim Vestibularisschwannom kann dieses Verfahren das Wachstum kontrollieren.

5. Rehabilitation nach der Operation

Da Nervengewebe empfindlich ist, sind Physiotherapie nach der Operation, die Überwachung der Nervenfunktion und Übungen zur Muskelkräftigung sehr wichtig. Dieser Prozess spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung dauerhafter Schwäche.

Unterschied zwischen einem Schwannom und einem Knochentumor

Ein Schwannom (Nervenscheidentumor) und ein Knochentumor können sich – besonders wenn sie an der Wirbelsäule und in tiefen Geweben auftreten – sowohl in der Bildgebung als auch in den Beschwerden des Patienten ähneln. Die beiden Erkrankungen unterscheiden sich jedoch grundlegend in Ursprung, Verhalten und Behandlung. Diesen Unterschied richtig zu verstehen ist sehr wichtig, um Fehldiagnosen und unnötig aggressive Behandlungen zu vermeiden.

1. Ursprungsgewebe

Ein Schwannom entsteht aus den Schwann-Zellen, die die Nerven umhüllen. Es ist also ein Tumor neuralen Ursprungs. Ein Knochentumor geht direkt vom Knochengewebe, vom Knochenmark oder von Knorpelzellen aus. Dieser grundlegende Unterschied bestimmt, wie sich der Tumor im Körper verhält.

2. Wachstumsmuster

Schwannome wachsen meist langsam, sind abgekapselt und verdrängen den Nerv von außen. Knochentumoren entstehen im Inneren des Knochens, schreiten fort, indem sie das Knochengewebe zerstören oder verhärten, und können den umgebenden Knochen schwächen.

3. Schmerzen und klinische Befunde

Bei Schwannomen breitet sich der Schmerz meist entlang des Nervs aus, fühlt sich wie ein Stromschlag oder Brennen an und kann sich mit Lage und Bewegung verändern. Bei Knochentumoren ist der Schmerz tiefer und dumpfer, nimmt oft nachts zu und kann mit Schwellung und Druckempfindlichkeit einhergehen.

4. Unterschiede in der Bildgebung

In MRT und CT erscheinen Schwannome als gut abgegrenzte, abgekapselte Raumforderungen entlang des Nervenverlaufs. Knochentumoren erscheinen als Läsionen, die die Knochenstruktur stören, von innen aufweiten oder zerstören. Schwannome im Bereich der Wirbelsäule können auf den Knochen drücken und wie ein knöchernes Problem aussehen, was zu Verwechslungen führt.

5. Risiko der Bösartigkeit

Die große Mehrheit der Schwannome ist gutartig. Knochentumoren können gutartig oder bösartig sein, und manche Formen können lebensbedrohlich sein.

6. Behandlungsansatz

Bei der Behandlung eines Schwannoms hat die Entfernung des Tumors unter Schonung des Nervs Vorrang. Bei Knochentumoren können eine weiträumige Operation, eine knöcherne Rekonstruktion und manchmal Chemotherapie oder Strahlentherapie notwendig sein. Wird ein Schwannom für einen Knochentumor gehalten, kann dies den Patienten daher einer unnötig belastenden Behandlung aussetzen.

Fazit

Ein Schwannom (Nervenscheidentumor) entsteht aus den Zellen, die die Nerven umhüllen, und verläuft oft langsam, kann aber je nach Lage die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Schwannome an der Wirbelsäule, an den Nerven von Armen und Beinen, im Kopf-Hals-Bereich oder an Nerven im Bauchraum können sich durch sehr unterschiedliche Symptome wie Schmerzen, Taubheit, Muskelschwäche und Bewegungseinschränkung äußern. Aufgrund dieser Vielfalt an Symptomen wird die Erkrankung manchmal mit einem einfachen Problem des Bewegungsapparats und manchmal mit einem Knochentumor verwechselt.

Bei der Diagnose werden eine ausführliche klinische Untersuchung, die MRT und bei Bedarf die CT gemeinsam eingesetzt, um zu klären, ob der Tumor tatsächlich von einem Nerv oder vom Knochen bzw. Weichteilgewebe ausgeht. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um unnötige belastende Behandlungen zu vermeiden und das Nervengewebe zu schützen. Der Behandlungsplan richtet sich nach Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Auswirkungen des Tumors; manche Patienten werden nur beobachtet, andere benötigen eine Operation oder eine fokussierte Strahlentherapie.

Im Ansatz der Orthopädischen Onkologie, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan verfolgt, geht es nicht nur darum, das Schwannom zu beseitigen, sondern auch die Nervenfunktion und die Lebensqualität des Patienten im Alltag zu erhalten. Mit einer korrekten Diagnose, einer geeigneten Behandlung zum richtigen Zeitpunkt und regelmäßigen Kontrollen kann die große Mehrheit der Patienten mit einem Schwannom sichere und erfolgreiche Langzeitergebnisse erreichen.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Ein Schwannom ist ein meist gutartiger Tumor, der aus den Schwann-Zellen entsteht, die die Nerven umhüllen. Da er entlang des Nervs wächst, kann er Schmerzen, Taubheit und Schwäche verursachen und wird manchmal mit einem Knochentumor verwechselt.

Die große Mehrheit ist gutartig. In sehr seltenen Fällen kann es sich in einen bösartigen Nervenscheidentumor umwandeln. Regelmäßige Kontrollen und Bildgebung sind daher wichtig.

Am häufigsten treten sie im Bereich der Wirbelsäule, an den Nerven von Armen und Beinen, im Kopf-Hals-Bereich und an Nerven im Becken auf. An diesen Stellen können sie auf den Knochen drücken und Schmerzen knöchernen Ursprungs vortäuschen.

Ja. Die Schmerzen breiten sich meist entlang des Nervenverlaufs aus und werden als brennend, stechend oder wie ein Stromschlag empfunden. Sie können sich bei Bewegung verstärken oder abschwächen.

Nein. Ein Schwannom hat seinen Ursprung im Nerv, ein Knochentumor im Knochengewebe. Im Bereich der Wirbelsäule und in tiefen Geweben können beide in der Bildgebung jedoch ähnlich aussehen.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist das wichtigste bildgebende Verfahren. Bei Bedarf werden CT und selten eine Biopsie für eine gesicherte Diagnose eingesetzt. Ein Vorgehen nach den Grundsätzen der Orthopädischen Onkologie ist für die Diagnose sehr wichtig.

Nein. Kleine, beschwerdefreie und nicht wachsende Schwannome können regelmäßig beobachtet werden. Schwannome, die Schmerzen, neurologische Ausfälle oder ein schnelles Wachstum verursachen, müssen operiert werden.

Da der Tumor mit einem Nerv verbunden ist, erfordert der Eingriff Erfahrung. Mit geeigneter Technik bleibt die Nervenfunktion bei den meisten Patienten erhalten. Die Operation sollte daher in spezialisierten Zentren erfolgen.

Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs nach vollständiger Entfernung ist gering. Selten kann ein Schwannom jedoch erneut wachsen, daher sind Kontrollen notwendig.

Nein. Da die meisten Schwannome gutartig sind, können Patienten bei richtiger Diagnose und geeigneter Behandlung eine normale Lebenserwartung und Lebensqualität haben. Im multidisziplinären Ansatz von Prof. Dr. Yavuz Arıkan werden Tumorkontrolle und Nervengesundheit gleichermaßen geschützt.

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Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

Spezialist für Knochen- und Weichteiltumoren
1978 in Uşak geboren

Ausbildung & Facharztweiterbildung

  • Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Karadeniz (2003)
  • Facharztweiterbildung am Şişli Etfal Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Istanbul (2010)

Berufserfahrung

  • Pflichtdienst am Derince Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Kocaeli
  • Seit 2012 als Facharzt am Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen tätig
  • Spezialisierung auf Knochen- und Weichteiltumoren an der 2. Orthopädischen Klinik
  • 2013 Bestehen der orthopädischen Facharztprüfung (Board) und Mitgliedschaft in der TOTEK
Fachgebiete
Orthopädie und Traumatologie Orthopädische Onkologie Knochentumoren Weichteiltumoren Knochenzysten Gelenkersatz Unfallchirurgie
Einrichtung

Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen