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ERKRANKUNGEN & BEHANDLUNGEN

Pathologische Fraktur: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

11 Min.
Prof. Dr. Yavuz Arıkan
Pathologische Fraktur: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Pathologische Fraktur: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Was ist eine pathologische Fraktur?

Eine pathologische Fraktur ist ein Knochenbruch, der infolge einer zugrunde liegenden Knochenerkrankung bei einer Krafteinwirkung auftritt, die für einen gesunden Knochen zu gering wäre, oder manchmal sogar ganz ohne Unfall. Ein gesunder Knochen hält einfachen Stürzen oder Stößen im Alltag recht gut stand. Bei einer pathologischen Fraktur ist das Knochengewebe jedoch durch eine Erkrankung geschwächt, sodass schon eine sehr geringe Belastung zum Bruch führen kann.

Pathologische Frakturen entstehen am häufigsten durch Erkrankungen wie Knochenmetastasen, Knochentumoren, Osteoporose (Knochenschwund), Knochenzysten und Knocheninfektionen. Vor allem bei Krebspatienten zerstören Metastasen, die sich im Knochen ausbreiten, die innere Struktur des Knochens, verringern seine Festigkeit erheblich und erhöhen das Risiko einer pathologischen Fraktur stark.

Diese Brüche kündigen sich meist vorher an. Wochen oder Monate vor dem Bruch können Patienten in der betroffenen Region nachts zunehmende Knochenschmerzen, Druckempfindlichkeit und Schwäche bemerken. Diese Beschwerden sind wichtige Anzeichen dafür, dass der Knochen geschwächt ist und das Bruchrisiko steigt.

Anders als gewöhnliche Unfallbrüche beschränken sich pathologische Frakturen nicht auf den Bruch des Knochens. Sie weisen auch auf eine ernsthafte Grunderkrankung hin. Wird eine pathologische Fraktur diagnostiziert, muss daher die eigentliche Ursache der Knochenschwächung abgeklärt und ein umfassender Behandlungsplan erstellt werden.

Pathologische Fraktur

Ursachen einer pathologischen Fraktur

Die grundlegende Ursache pathologischer Frakturen ist, dass der Knochen seine normale Festigkeit verliert. Ein gesunder Knochen kann die auf ihn wirkenden Lasten problemlos tragen; bei pathologischen Frakturen ist das Knochengewebe durch eine Grunderkrankung geschwächt und kann schon bei sehr geringer Krafteinwirkung oder sogar ohne Unfall brechen. Das ist das wichtigste Merkmal, das pathologische Frakturen von gewöhnlichen Brüchen unterscheidet.

Die häufigste Ursache pathologischer Frakturen sind Knochenmetastasen. Krebsarten wie Brust-, Lungen-, Prostata-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs streuen häufig in den Knochen. Die Krebszellen stören die Knochenstruktur, sodass sich der Knochen auflöst oder brüchig wird. Dadurch sinkt seine Belastbarkeit erheblich.

Eine weitere wichtige Ursache sind Knochentumoren. Gutartige oder bösartige Knochentumoren zerstören das innere Gewebe des Knochens und schwächen ihn. Vor allem bei bösartigen Knochentumoren ist das Risiko einer pathologischen Fraktur deutlich höher.

Osteoporose (Knochenschwund) gehört vor allem im höheren Lebensalter zu den häufigsten Ursachen pathologischer Frakturen. Durch die verringerte Knochendichte wird der Knochen porös und brüchig. Ein einfacher Sturz, eine plötzliche Bewegung oder sogar Husten kann daher zu einem Bruch führen.

Auch Knochenzysten und Knocheninfektionen (Osteomyelitis) stören die innere Struktur des Knochens und erhöhen das Risiko einer pathologischen Fraktur. Eine Infektion zerstört und schwächt das Knochengewebe; Zysten höhlen den Knochen von innen aus und verringern seine Festigkeit.

Auch manche Stoffwechselerkrankungen des Knochens, die langfristige Einnahme von Kortison, Vitamin-D-Mangel und einige genetische Erkrankungen beeinträchtigen die Knochenqualität und begünstigen pathologische Frakturen.

Symptome einer pathologischen Fraktur

Da pathologische Frakturen häufig nicht nach einem plötzlichen Unfall, sondern aufgrund einer krankheitsbedingten Knochenschwächung auftreten, können sich ihre Symptome von denen gewöhnlicher Brüche unterscheiden. Bei vielen Patienten zeigen sich Warnzeichen schon Wochen oder Monate vor dem Bruch. Das frühe Erkennen der Symptome einer pathologischen Fraktur ist daher sehr wichtig, um ernste Komplikationen zu verhindern.

Das häufigste Symptom sind Knochenschmerzen. Diese Schmerzen sind meist tief, dumpf und anhaltend. Schmerzen, die vor allem nachts zunehmen und in Ruhe nicht nachlassen, sind das wichtigste Warnzeichen einer pathologischen Fraktur. Die Schmerzen verstärken sich mit der Zeit, und der Patient hat zunehmend Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten.

Druckempfindlichkeit und Schwellung sind häufige Befunde im Bereich einer pathologischen Fraktur. Im Gewebe über dem Knochen können Überwärmung, Rötung und Druckschmerz auftreten. Dies ist vor allem bei Knochenmetastasen oder Infektionen deutlicher ausgeprägt.

Nach dem Bruch treten plötzliche starke Schmerzen auf; die betroffene Extremität kann nicht mehr benutzt, belastet oder bewegt werden. Im Bruchbereich können eine Fehlstellung und ein deutlicher Funktionsverlust sichtbar sein.

Bei manchen Patienten entwickeln sich vor dem Bruch Schwäche, Unsicherheit und das Gefühl, keine Last mehr tragen zu können. Dies ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Knochen strukturell geschwächt ist.

Bei pathologischen Frakturen im Zusammenhang mit Krebs oder systemischen Erkrankungen können zudem Allgemeinsymptome wie Gewichtsverlust, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Nachtschweiß auftreten.

Wie wird eine pathologische Fraktur diagnostiziert?

Die Diagnostik pathologischer Frakturen zielt nicht nur darauf ab, den Bruch zu bestätigen, sondern auch die Grunderkrankung zu ermitteln, die den Knochen geschwächt hat. Der diagnostische Ablauf ist daher umfassender und detaillierter als bei klassischen Brüchen. Eine frühe und korrekte Diagnose ist sowohl für die Heilung des Bruchs als auch für die Behandlung der Grunderkrankung von entscheidender Bedeutung.

Die erste Untersuchung erfolgt meist mit Röntgen. Das Röntgenbild zeigt Lage und Form des Bruchs sowie Störungen der Knochenstruktur. Bei pathologischen Frakturen können Bereiche mit Knochenzerstörung, Hohlräume oder abnorme Strukturen sichtbar sein. Diese Befunde sprechen dafür, dass der Bruch in einem erkrankten Knochen und nicht durch einen gewöhnlichen Unfall entstanden ist.

Für eine genauere Untersuchung werden Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) eingesetzt. Die MRT stellt die innere Struktur des Knochens, das Knochenmark und die umgebenden Weichteile detailliert dar und macht Tumoren, Metastasen oder Infektionen sichtbar. Die CT beurteilt Bruchlinie, Grad der Zersplitterung und Knochenverlust genau.

Besteht der Verdacht auf einen Tumor oder eine Metastase im Knochen, wird zur Sicherung der Diagnose eine Knochenbiopsie durchgeführt. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Knochen entnommen, und die pathologische Untersuchung klärt, ob die Veränderung gutartig oder bösartig ist.

Bei Patienten mit Krebserkrankung in der Vorgeschichte oder Verdacht auf Metastasen werden zusätzlich PET-CT, Knochenszintigrafie und Blutuntersuchungen durchgeführt. Diese Untersuchungen zeigen, ob weitere Knochen betroffen sind und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.

Wie wird eine pathologische Fraktur behandelt?

Anders als bei gewöhnlichen Brüchen zielt die Behandlung einer pathologischen Fraktur nicht nur darauf ab, den Bruch zu versorgen, sondern auch die Grunderkrankung zu kontrollieren, die den Knochen geschwächt hat. Die Behandlung wird daher interdisziplinär geplant; Fachärzte für Orthopädie, Onkologie und Radiologie arbeiten zusammen.

Das erste Ziel ist, die Schmerzen des Patienten zu lindern und den gebrochenen Knochen sicher zu stabilisieren. In den meisten Fällen einer pathologischen Fraktur ist eine operative Behandlung erforderlich. Dabei wird der Bruchbereich mit speziellen Metallsystemen wie Platten, Schrauben oder einem Marknagel fixiert. Um das geschwächte Knochengewebe zu stützen, wird in manchen Fällen Knochenzement eingesetzt, der den Knochen von innen verstärkt. Dieses Verfahren lindert vor allem bei Patienten mit Knochenmetastasen die Schmerzen und hilft zu verhindern, dass der Knochen erneut bricht.

Ist die Ursache der pathologischen Fraktur ein Knochentumor oder eine Metastase, folgen nach der Operation onkologische Behandlungen wie Strahlentherapie und Chemotherapie. Diese Behandlungen unterdrücken die Tumorzellen im Knochen und tragen zu einer stabileren Heilung des Bruchs bei.

Bei pathologischen Frakturen infolge von Osteoporose werden Medikamente zur Erhöhung der Knochendichte sowie Kalzium- und Vitamin-D-Präparate in den Behandlungsplan aufgenommen. Knochenstärkende Medikamente wie Bisphosphonate oder Denosumab spielen eine wichtige Rolle bei der Senkung des Risikos neuer Brüche.

Ein wichtiger Teil der Behandlung sind außerdem Physiotherapie und Rehabilitation. Geeignete Übungsprogramme erhalten die Muskelkraft, verhindern Gelenksteifigkeit und helfen dem Patienten, schneller in den Alltag zurückzukehren.

Genesung nach einer pathologischen Fraktur

Die Genesung nach einer pathologischen Fraktur erfordert eine längere und sorgfältigere Nachsorge als bei gewöhnlichen Brüchen. Behandelt werden muss nicht nur der Knochen, sondern auch die Grunderkrankung, die die Knochenstruktur gestört hat. Der Heilungserfolg hängt unmittelbar von der Qualität des operativen Eingriffs und der Mitarbeit des Patienten in der Rehabilitation ab.

Nach der Operation oder Fixierung stehen zunächst Schmerzkontrolle und sichere Bewegung im Vordergrund. In der Regel darf der Patient schon nach kurzer Zeit kontrolliert sitzen und aufstehen. Das beugt Muskelabbau vor und verringert Komplikationen wie die Bildung von Blutgerinnseln.

Die Knochenheilungszeit bei pathologischen Frakturen variiert je nach Grunderkrankung. Bei Knochenmetastasen oder Osteoporose kann die Heilung langsamer verlaufen. Der Heilungsverlauf des Knochens wird daher mit regelmäßigen Röntgenkontrollen engmaschig überwacht.

Physiotherapie und Rehabilitation gehören zu den wichtigsten Abschnitten der Genesung. Übungen unter fachkundiger Anleitung steigern die Muskelkraft, verhindern Gelenksteifigkeit und ermöglichen eine sichere Rückkehr zu alltäglichen Aktivitäten. Eine früh begonnene Physiotherapie senkt das Risiko eines langfristigen Bewegungsverlusts erheblich.

Auch Ernährung und Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle. Eine ausreichende Eiweißzufuhr sowie Kalzium und Vitamin D beschleunigen die Erneuerung des Knochengewebes. Rauchen und Alkohol verzögern die Knochenheilung und sollten aufgegeben werden.

Wie lässt sich einer pathologischen Fraktur vorbeugen?

Da pathologische Frakturen entstehen, wenn der Knochen strukturell geschwächt ist, lassen sie sich durch frühe Diagnose und schützende Behandlungen weitgehend verhindern. Ziel ist es, die Knochenfestigkeit zu erhalten und Erkrankungen, die zu einem Bruch führen könnten, rechtzeitig zu kontrollieren.

Der wichtigste Schritt der Vorbeugung ist die frühe Diagnose und Behandlung zugrunde liegender Knochenerkrankungen. Vor allem die frühe Erkennung von Knochenmetastasen bei Krebspatienten senkt das Risiko einer pathologischen Fraktur erheblich. Regelmäßige Knochenuntersuchungen, Knochenszintigrafie und bildgebende Verfahren sind daher sehr wichtig.

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine der häufigsten Ursachen pathologischer Frakturen. Gefährdete Menschen lassen sich mit einer Knochendichtemessung (DEXA) frühzeitig erkennen. Die regelmäßige Einnahme von Kalzium, Vitamin D und knochenstärkenden Medikamenten schützt das Knochengewebe und verringert die Bruchwahrscheinlichkeit.

Auch Ernährung und Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle. Eine eiweiß-, kalzium- und Vitamin-D-reiche Ernährung unterstützt die Knochengesundheit. Rauchen und Alkohol schwächen die Knochenstruktur und sollten eingeschränkt werden.

Auch die Sturzprophylaxe ist sehr wirksam, um das Risiko einer pathologischen Fraktur zu senken. Vor allem im höheren Lebensalter verringern eine angepasste Wohnungseinrichtung, rutschfeste Böden, gute Beleuchtung und geeignetes Schuhwerk das Bruchrisiko erheblich.

Wird bei Menschen mit Krebs oder Knochenerkrankungen eine Knochenschwäche festgestellt, kann noch vor einem Bruch eine prophylaktische operative Stabilisierung erfolgen. So wird der Knochen gestützt und eine pathologische Fraktur verhindert.

Warum ist eine pathologische Fraktur ernst?

Pathologische Frakturen gelten als deutlich ernster als gewöhnliche Knochenbrüche, weil sie nicht nur die Folge eines Unfalls sind, sondern auch Zeichen einer ernsthaften Grunderkrankung, die den Knochen geschwächt hat. Eine pathologische Fraktur wird daher häufig als erstes Warnsignal für ein größeres gesundheitliches Problem im Körper gewertet.

Einer der wichtigsten Gründe ist, dass pathologische Frakturen meist mit ernsten Erkrankungen wie Krebs, Knochenmetastasen, Knochentumoren oder fortgeschrittener Osteoporose zusammenhängen. Vor allem bei Patienten mit Knochenmetastasen zeigt das Auftreten eines Bruchs, dass die Erkrankung fortgeschritten und die Knochenstruktur erheblich geschädigt ist. Das erschwert die Behandlung und mindert die Lebensqualität.

Bei pathologischen Frakturen ist zudem die Heilungsfähigkeit des Knochens geringer als bei gesunden Knochen, da der Bruch in einem bereits geschädigten, geschwächten Knochen entsteht. Das erhöht das Risiko einer verzögerten Heilung, einer ausbleibenden Knochenheilung (Pseudarthrose) und eines erneuten Bruchs. Durch eine Fehlheilung können außerdem bleibende Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen entstehen.

Ein weiteres wichtiges Risiko besteht darin, dass pathologische Frakturen starke Schmerzen, Bewegungsverlust und Pflegebedürftigkeit verursachen können. Vor allem pathologische Frakturen von Hüfte, Wirbelsäule und langen Röhrenknochen können das Gehen und alltägliche Aktivitäten erheblich einschränken.

Pathologische Frakturen können zudem die Behandlung der Grunderkrankung verzögern. So kann ein Knochenbruch bei einem Patienten unter Krebstherapie eine Chemotherapie oder Strahlentherapie unterbrechen.

Fazit

Eine pathologische Fraktur ist ein ernstes orthopädisches Problem, das nicht durch einen gewöhnlichen Sturz oder Unfall, sondern durch eine krankheitsbedingte Schwächung des Knochens entsteht. Knochenmetastasen, Knochentumoren, Osteoporose, Knochenzysten und Infektionen gehören zu den häufigsten Ursachen. Das zeigt, dass eine pathologische Fraktur nicht nur ein Bruch, sondern auch ein Zeichen für ein wichtiges gesundheitliches Problem im Körper ist.

Die Symptome einer pathologischen Fraktur beginnen meist schon vor dem Bruch mit Knochenschmerzen, die vor allem nachts zunehmen, Druckempfindlichkeit und Schwäche. Werden diese Beschwerden rechtzeitig ernst genommen, können vor einem Bruch die nötigen Maßnahmen ergriffen werden. Der Einsatz moderner Untersuchungen wie Röntgen, MRT, CT und bei Bedarf einer Biopsie spielt eine entscheidende Rolle, um sowohl die Ursache des Bruchs als auch die am besten geeignete Behandlung zu bestimmen.

Ziel der Behandlung einer pathologischen Fraktur ist es nicht nur, den Knochen zu stabilisieren, sondern auch die Erkrankung zu kontrollieren, die ihn geschwächt hat. Operative Fixierung, Knochenzement, Strahlentherapie, Chemotherapie und knochenstärkende Medikamente werden kombiniert, um Schmerzen zu lindern und das Risiko eines erneuten Bruchs zu senken. Nach der Operation bilden Physiotherapie, regelmäßige Kontrollen und eine gesunde Lebensweise die Grundlage der Genesung.

Diese Art von Bruch gilt wegen des Risikos einer verzögerten Heilung, eines erneuten Bruchs, eines dauerhaften Bewegungsverlusts und einer erheblichen Einbuße an Lebensqualität als ernst. Mit früher Diagnose, richtiger Behandlung und konsequenter Rehabilitation lassen sich diese Risiken jedoch deutlich verringern.

Zusammenfassend lässt sich eine pathologische Fraktur mit früher Diagnose, einem individuellen Behandlungsplan und regelmäßiger Nachsorge erfolgreich behandeln. Treten Beschwerden wie Knochenschmerzen, ein plötzlicher Bruch oder eine unerklärliche Druckempfindlichkeit auf, ist der unverzügliche Besuch bei einem Facharzt für Orthopädie der wirksamste Weg, um sowohl den Knochen als auch die allgemeine Gesundheit zu schützen.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Eine pathologische Fraktur ist ein Knochenbruch, der bei sehr geringer Krafteinwirkung oder sogar spontan auftritt, weil der Knochen durch eine zugrunde liegende Erkrankung geschwächt ist.

Die häufigsten Ursachen sind Knochenmetastasen, Knochentumoren, Osteoporose, Knochenzysten und Knocheninfektionen.

Typisch für pathologische Frakturen sind länger anhaltende Knochenschmerzen vor dem Bruch, nächtliche Schmerzen und ein Bruch ohne Unfall.

Sie treten am häufigsten infolge von Knochenmetastasen bei Brust-, Lungen-, Prostata-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs auf.

Die Diagnose erfolgt mit Röntgen, MRT, CT, Knochenszintigrafie und bei Bedarf einer Biopsie.

In den meisten Fällen ja. Da der Knochen geschwächt ist, ist in der Regel eine operative Stabilisierung notwendig.

Die Heilungsdauer hängt von der Grunderkrankung ab. Sie beträgt in der Regel 3–6 Monate oder länger.

Wird die Grunderkrankung nicht kontrolliert, ist das Risiko eines erneuten Bruchs hoch.

Ja. Durch Behandlung einer Osteoporose, regelmäßige Knochenuntersuchungen bei Krebspatienten und knochenstärkende Therapien lässt sich vorbeugen.

Wird sie nicht richtig behandelt, kann sie zu dauerhaftem Bewegungsverlust und Fehlstellungen führen. Durch rechtzeitiges Eingreifen lässt sich dieses Risiko deutlich senken.

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Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

Spezialist für Knochen- und Weichteiltumoren
1978 in Uşak geboren

Ausbildung & Facharztweiterbildung

  • Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Karadeniz (2003)
  • Facharztweiterbildung am Şişli Etfal Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Istanbul (2010)

Berufserfahrung

  • Pflichtdienst am Derince Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Kocaeli
  • Seit 2012 als Facharzt am Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen tätig
  • Spezialisierung auf Knochen- und Weichteiltumoren an der 2. Orthopädischen Klinik
  • 2013 Bestehen der orthopädischen Facharztprüfung (Board) und Mitgliedschaft in der TOTEK
Fachgebiete
Orthopädie und Traumatologie Orthopädische Onkologie Knochentumoren Weichteiltumoren Knochenzysten Gelenkersatz Unfallchirurgie
Einrichtung

Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen