Was sind Knochenmetastasen? Diagnose und Behandlung
Was sind Knochenmetastasen?
Knochenmetastasen sind eine ernste Erkrankung, die sowohl die Onkologie als auch die Orthopädie betrifft. Sie entstehen, wenn ein Krebs, der in einem beliebigen Organ des Körpers begonnen hat (Primärtumor), im Laufe der Zeit über das Blut- oder Lymphsystem in das Knochengewebe streut. Dabei lösen sich Krebszellen aus ihrem Ursprungsgebiet, gelangen in den Kreislauf und siedeln sich bevorzugt in knochenmarkreichen Regionen wie Wirbelsäule, Becken, Hüfte, Rippen und langen Röhrenknochen an, wo sie neue Tumorherde bilden. Obwohl umgangssprachlich oft von „Knochenkrebs“ die Rede ist, handelt es sich bei Knochenmetastasen nicht um einen Krebs aus den körpereigenen Knochenzellen, sondern um Krebszellen, die aus anderen Organen – etwa bei Brust-, Prostata-, Lungen-, Nieren- oder Schilddrüsenkrebs – stammen und den Knochen befallen. Knochenmetastasen sind daher ein wichtiger klinischer Befund, der zeigt, dass die Krebserkrankung ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.
Metastatische Krebszellen, die sich im Knochengewebe ansiedeln, stören das normale Gleichgewicht des Knochens und schütten biologische Substanzen aus, die den Knochenabbau steigern oder zu einer abnormen Knochenbildung führen. Dadurch werden die Knochen allmählich schwächer, verlieren an Elastizität und werden brüchig. Die Folge können starke Knochenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Wirbeleinbrüche und plötzliche Knochenbrüche sein. Ist das Knochenmark befallen, kommt es zudem zu systemischen Problemen wie Blutarmut (Anämie), geschwächter Immunabwehr und allgemeinem Unwohlsein. Knochenmetastasen sind daher nicht nur eine Streuung, sondern ein komplexes Krankheitsbild, das die Lebensqualität und funktionelle Selbstständigkeit des Patienten unmittelbar beeinträchtigt.
Eine frühe Diagnose von Knochenmetastasen ist mit modernen Bildgebungs- und Diagnoseverfahren wie PET-CT, MRT, Knochenszintigrafie und Biopsie möglich. Die Behandlung erfordert einen interdisziplinären Ansatz aus Chemotherapie, Strahlentherapie, zielgerichteten Medikamenten, knochenstärkenden Therapien und bei Bedarf operativen Eingriffen. Dank moderner onkologischer und orthopädischer Behandlungen können heute viele Patienten mit Knochenmetastasen mit kontrollierten Schmerzen, erhaltener Beweglichkeit und langfristig guter Lebensqualität leben.

Warum entstehen Knochenmetastasen?
Knochenmetastasen entstehen, wenn Krebszellen das Organ verlassen, in dem sie sich ursprünglich gebildet haben, und über das Blut- oder Lymphsystem in das Knochengewebe gelangen. Dieser Vorgang zeigt, dass der Krebs biologisch aggressiver geworden ist und sein Potenzial zur Ausbreitung im Körper zugenommen hat. Bestimmte Krebsarten, insbesondere Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Nierenkrebs und Schilddrüsenkrebs, neigen besonders dazu, sich im Knochengewebe anzusiedeln.
Das Knochenmark bietet ein besonderes Mikromilieu mit zahlreichen Blutgefäßen und Wachstumsfaktoren. Diese Umgebung ist für Krebszellen sehr günstig, um sich anzuheften, zu vermehren und neue Tumorherde zu bilden. Krebszellen, die in den Blutkreislauf gelangen, siedeln sich daher häufig in Regionen mit dichtem Knochenmark an – etwa in Wirbelsäule, Becken, Hüftknochen, Rippen und langen Röhrenknochen.
Mit dem Fortschreiten der Krebserkrankung durchlaufen die Zellen des Primärtumors genetische Veränderungen und werden beweglicher und invasiver. Sie durchdringen Gefäßwände, gelangen in den Kreislauf und erreichen entfernte Organe. Im Knochengewebe treten sie in Wechselwirkung mit den normalen Knochenzellen und schütten Substanzen aus, die den Knochenabbau steigern oder eine abnorme Knochenbildung auslösen. Dies führt zu einer Schwächung der Knochen, einem erhöhten Bruchrisiko und starken Knochenschmerzen.
Im orthopädisch-onkologischen Ansatz, den insbesondere Prof. Dr. Yavuz Arıkan betont, werden Knochenmetastasen nicht nur als Streuung, sondern als aktive Erkrankung betrachtet, die die Integrität des Knochens zerstört. Ein genaues Verständnis des Mechanismus der Metastasenbildung ist daher für eine frühe Diagnose und die richtige Behandlungsplanung von entscheidender Bedeutung.
Welche Symptome verursachen Knochenmetastasen?
Die Symptome von Knochenmetastasen sind klinische Befunde, die mit der Ausbreitung des Krebses im Knochengewebe auftreten und mit der Zeit an Schwere zunehmen. Der Knochen ist ein lebenswichtiges Gewebe, das den Körper stützt und an der Blutbildung beteiligt ist. Siedeln sich metastatische Krebszellen im Knochen an, können sie daher nicht nur Schmerzen, sondern auch schwerwiegende Folgen wie Brüche, Bewegungsverlust und neurologische Schäden verursachen. Knochenmetastasen können im Frühstadium mit milden Anzeichen beginnen, entwickeln sich mit fortschreitender Erkrankung jedoch zu einem Krankheitsbild, das die Lebensqualität erheblich mindert.
1. Anhaltende Knochenschmerzen, die nicht vergehen
Das früheste und häufigste Symptom von Knochenmetastasen sind allmählich zunehmende Knochenschmerzen. Sie verstärken sich vor allem nachts und lassen in Ruhe nicht nach. Häufig werden sie im Bereich von Lendenwirbelsäule, Rücken, Hüfte, Oberschenkel und Rippen empfunden. Breiten sich die Schmerzen mit der Zeit aus und sprechen sie nicht auf gewöhnliche Schmerzmittel an, ist das ein wichtiges Warnzeichen für Knochenmetastasen.
2. Plötzliche, unerklärliche Knochenbrüche
Da metastatische Krebszellen die Knochenstruktur schwächen, werden die Knochen sehr brüchig. Ein Bruch kann daher auch ohne Sturz oder Stoß entstehen. Solche Brüche werden als „pathologische Frakturen“ bezeichnet und können auf ein fortgeschrittenes Stadium der Knochenmetastasierung hinweisen.
3. Bewegungseinschränkung und Gehschwierigkeiten
Befallen Knochenmetastasen vor allem Hüfte, Beinknochen und Wirbelsäule, kommt es zu Gehschwierigkeiten, Hinken und Gleichgewichtsverlust. Aufgrund der Schmerzen und der Knochenschwäche werden Alltagsaktivitäten zunehmend schwieriger.
4. Nervenkompression bei Wirbelsäulenbefall
Metastasen in den Wirbelknochen können Druck auf das Rückenmark und die Nervenwurzeln ausüben. Dann können Taubheitsgefühle, Kribbeln, Kraftverlust in Armen oder Beinen sowie Probleme bei der Blasen- oder Darmkontrolle auftreten. Diese Anzeichen erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung.
5. Anzeichen eines erhöhten Kalziumspiegels im Blut
Mit zunehmendem Knochenabbau gelangt eine große Menge Kalzium ins Blut. Dies kann zu Übelkeit, Verstopfung, Appetitlosigkeit, übermäßigem Durst, häufigem Wasserlassen, Unwohlsein und Bewusstseinstrübung führen.
6. Abgeschlagenheit und Blutarmut
Befallen Metastasen das Knochenmark, sinkt die Produktion von Blutzellen. Dies äußert sich durch Blässe, rasche Ermüdbarkeit, Atemnot und eine geschwächte Immunabwehr.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Lang anhaltende Knochenschmerzen, plötzliche Brüche, Gehschwierigkeiten oder neurologische Beschwerden sollten stets im Hinblick auf Knochenmetastasen abgeklärt werden. Diese Anzeichen sind besonders bei Menschen, bei denen bereits eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde, von entscheidender Bedeutung.
Wie werden Knochenmetastasen diagnostiziert?
Eine frühe und genaue Diagnose von Knochenmetastasen ist entscheidend – sowohl um das Leben des Patienten zu verlängern als auch um schwerwiegenden Komplikationen wie Knochenbrüchen und Nervenschäden vorzubeugen. Zwar machen sich Knochenmetastasen häufig durch anhaltende Knochenschmerzen, plötzliche Brüche oder Gehschwierigkeiten bemerkbar, eine sichere Diagnose ist jedoch nur mit modernen bildgebenden Verfahren und einer pathologischen Untersuchung möglich. Bei Verdacht auf Knochenmetastasen ist daher eine interdisziplinäre Beurteilung unerlässlich.
1. Klinische Beurteilung des Patienten
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Befragung zu den Beschwerden. Nachts zunehmende Knochenschmerzen, Rücken- und Kreuzschmerzen, eine frühere Krebserkrankung oder plötzliche Knochenbrüche sind besonders wichtige Warnzeichen für Knochenmetastasen. Bei der körperlichen Untersuchung werden schmerzhafte Regionen, Bewegungseinschränkungen und neurologische Befunde sorgfältig beurteilt.
2. Bildgebende Verfahren
Die wichtigsten Werkzeuge zum Nachweis von Knochenmetastasen sind moderne radiologische Bildgebungsverfahren.
- Knochenszintigrafie: ein Suchverfahren, das Knochenmetastasen im gesamten Körper gleichzeitig darstellen kann.
- PET-CT: erkennt stoffwechselaktive Tumorzellen und zeigt das Ausmaß der Metastasierung.
- Magnetresonanztomografie (MRT): stellt insbesondere den Befall von Wirbelsäule und Nervengewebe detailliert dar.
- Computertomografie (CT): dient der Beurteilung von Zerstörungen der Knochenstruktur und des Bruchrisikos.
- Konventionelles Röntgen: kann fortgeschrittene Knochenzerstörungen und pathologische Frakturen zeigen.
3. Blut- und Laboruntersuchungen
Bei Patienten mit Knochenmetastasen können sich bestimmte Blutwerte verändern:
- erhöhter Kalziumspiegel
- erhöhte alkalische Phosphatase
- Blutarmut (Anämie)
- erhöhte Tumormarker
Diese Untersuchungen allein stellen keine Diagnose, erhärten aber den Verdacht auf Metastasen.
4. Knochenbiopsie (sichere Diagnose)
Der Goldstandard bei der Diagnose von Knochenmetastasen ist die Biopsie. Eine Gewebeprobe aus der verdächtigen Knochenläsion wird pathologisch untersucht; so lässt sich sicher feststellen, ob es sich um eine Metastase handelt und von welchem Krebs sie ausgeht. Diese Information ist für die richtige Behandlungsplanung von entscheidender Bedeutung.
Warum ist eine frühe Diagnose so wichtig?
Werden Knochenmetastasen früh erkannt:
- lassen sich die Schmerzen unter Kontrolle bringen
- können Knochenbrüche verhindert werden
- kann einer Rückenmarkskompression vorgebeugt werden
- bleibt die Beweglichkeit des Patienten erhalten
Bei Knochenschmerzen und insbesondere bei einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte sollten daher ohne Verzögerung weiterführende Untersuchungen erfolgen.
Wie werden Knochenmetastasen behandelt?
Die Behandlung von Knochenmetastasen wird individuell geplant – abhängig von der Krebsart, dem Ausmaß der Metastasierung, dem Allgemeinzustand des Patienten und davon, wie stark die Knochen betroffen sind. Ziel ist nicht nur, den Tumor unter Kontrolle zu bringen, sondern auch Schmerzen zu lindern, Knochenbrüchen vorzubeugen und die Beweglichkeit des Patienten zu erhalten. Ein interdisziplinärer Ansatz, bei dem Onkologie, Orthopädie und Radiologie zusammenarbeiten, ist daher bei der Behandlung von Knochenmetastasen von großer Bedeutung.
1. Systemische Krebstherapien
Da Knochenmetastasen ein Zeichen einer im Körper gestreuten Erkrankung sind, bilden systemische onkologische Medikamente die Grundlage der Behandlung.
- Chemotherapie: bringt Metastasen unter Kontrolle, indem sie Krebszellen abtötet oder ihre Vermehrung stoppt.
- Zielgerichtete Medikamente (Targeted Therapies): greifen gezielt nur Krebszellen an und wirken mit weniger Nebenwirkungen.
- Immuntherapie: aktiviert das Immunsystem, damit es den Krebs bekämpft.
- Hormontherapie: besonders wirksam bei Knochenmetastasen von Brust- und Prostatakrebs.
2. Strahlentherapie (Radiotherapie)
Die Strahlentherapie ist eine der wirksamsten Methoden zur Linderung von Schmerzen durch Knochenmetastasen. Eine gezielte Bestrahlung der betroffenen Region verkleinert die Tumorzellen, verringert den Druck auf den Knochen und steigert die Lebensqualität des Patienten. Bei Wirbelsäulenmetastasen wird sie zudem häufig eingesetzt, um eine Nervenkompression zu verringern.
3. Knochenstärkende Therapien
Knochenmetastasen verstärken den Knochenabbau und erhöhen das Bruchrisiko. Medikamente, die das Knochengewebe schützen, sind daher sehr wichtig:
- Bisphosphonate
- Denosumab
Diese Medikamente verlangsamen den Knochenabbau, lindern Schmerzen und senken das Risiko einer pathologischen Fraktur.
4. Operative Behandlung
Ist durch Knochenmetastasen ein Bruch entstanden oder ist das Bruchrisiko sehr hoch, kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Dabei wird der Knochen mit Platten, Nägeln oder Prothesen stabilisiert. Ziel ist es, die Schmerzen des Patienten zu lindern und ihm das Gehen wieder zu ermöglichen.
5. Palliative und unterstützende Behandlungen
Zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Knochenmetastasen werden
- starke Schmerzmittel
- Nervenblockaden
- Physiotherapie
- psychologische Unterstützung
eingesetzt.
Was ist das Ziel der Behandlung bei Knochenmetastasen?
Die wichtigsten Behandlungsziele sind:
- die Schmerzen unter Kontrolle bringen
- Brüchen vorbeugen
- die Beweglichkeit erhalten
- den Krebs so weit wie möglich zurückdrängen
- Lebenszeit und Lebensqualität des Patienten steigern
Wie lassen sich Schmerzen bei Knochenmetastasen lindern?
Knochenmetastasen gehören zu den schmerzhaftesten onkologischen Situationen, die bei der Ausbreitung von Krebs im Knochengewebe entstehen. Metastatische Tumorzellen zerstören die Knochenstruktur, reizen Nervenenden, erhöhen den Druck im Knochen und führen zur Freisetzung entzündlicher Substanzen. Dies verursacht anhaltende, tiefe und zunehmend stärkere Knochenschmerzen. Dank moderner Behandlungsmethoden lassen sich Schmerzen durch Knochenmetastasen heute jedoch weitgehend kontrollieren.
1. Schmerzkontrolle durch Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist eine der wirksamsten Behandlungsmethoden zur Linderung von Schmerzen durch Knochenmetastasen. Eine gezielte Bestrahlung der betroffenen Knochenregion verkleinert die Tumorzellen, verringert den Druck im Knochen und entlastet die Nerven. Bei den meisten Patienten wird innerhalb weniger Wochen eine deutliche Schmerzlinderung erreicht.
2. Medikamentöse Behandlung
Bei Schmerzen durch Knochenmetastasen wird ein Stufenschema der Schmerztherapie angewendet:
- einfache Schmerzmittel
- nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
- starke Opioid-Schmerzmittel
- spezielle Medikamente gegen Nervenschmerzen
Diese Medikamente werden schrittweise an die Schmerzstärke des Patienten angepasst.
3. Knochenstärkende Medikamente
Medikamente wie Bisphosphonate und Denosumab verringern den Knochenabbau, senken so das Bruchrisiko und tragen mit der Zeit auch zur Schmerzlinderung bei. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Knochenmetastasen.
4. Interventionelle Schmerztherapie
Bei starken Schmerzen, die nicht auf Medikamente ansprechen, können
- Nervenblockaden
- intrathekale Schmerzpumpen
- Radiofrequenzverfahren
eingesetzt werden. Diese Methoden sind besonders bei Wirbelsäulenmetastasen wirksam.
5. Operative und orthopädische Unterstützung
Bei Knochen mit metastasenbedingtem Bruchrisiko oder bereits eingetretenem Bruch lindert eine operative Stabilisierung die Schmerzen erheblich. Mit Platten, Nägeln oder Prothesen kann der Patient wieder mobil werden.
6. Unterstützende Behandlungen
- Physiotherapie
- Einsatz von Orthesen und Gehstock
- psychologische Unterstützung
verbessern das Schmerzempfinden und die Lebensqualität deutlich.
Empfehlungen für Patienten mit Knochenmetastasen
Für Patienten, die mit Knochenmetastasen leben, sind ein angepasster Lebensstil, regelmäßige Kontrollen und geeignete unterstützende Behandlungen äußerst wichtig, um Schmerzen zu kontrollieren, Knochenbrüchen vorzubeugen und die Lebensqualität zu erhalten. Knochenmetastasen sind nicht nur eine Streuung des Krebses, sondern auch ein chronischer Zustand, der den Alltag des Patienten unmittelbar beeinflusst. Deshalb ist es ebenso wichtig wie die Behandlung selbst, dass Patienten sich schützen und ihren Alltag entsprechend gestalten.
1. Treffen Sie Vorkehrungen gegen Stürze und Brüche
Da Knochenmetastasen die Knochen schwächen, kann schon ein kleiner Sturz zu schweren Brüchen führen. Rutschige Böden in der Wohnung sollten vermieden, Teppiche rutschfest gemacht und im Bad sowie auf der Toilette Haltegriffe angebracht werden. Patienten mit Gehschwierigkeiten sollten einen Gehstock oder Rollator verwenden.
2. Unterstützen Sie Ihre Knochengesundheit
Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel sollten regelmäßig kontrolliert werden. Die vom Arzt empfohlenen knochenstärkenden Medikamente sollten ohne Unterbrechung eingenommen werden, und Gewohnheiten wie Rauchen und Alkohol, die den Knochenabbau beschleunigen, sollten vermieden werden.
3. Ignorieren Sie niemals Schmerzen
Schmerzen durch Knochenmetastasen sind behandelbar. Wenn Schmerzen beginnen oder stärker werden, sollten Sie dies stets Ihrem Arzt mitteilen. Mit regelmäßiger Schmerzmitteleinnahme, Strahlentherapie und unterstützenden Behandlungen lassen sich die Schmerzen weitgehend kontrollieren.
4. Lassen Sie keine Kontrolltermine aus
Patienten mit Knochenmetastasen sollten regelmäßig onkologisch und orthopädisch kontrolliert werden. Dank bildgebender Untersuchungen lassen sich Veränderungen an den Knochen früh erkennen und Brüche sowie Nervenschäden verhindern.
5. Verzichten Sie nicht vollständig auf Bewegung
Wer aus Schmerz und Angst inaktiv bleibt, verstärkt Muskelabbau und Knochenschwäche. Leichte Spaziergänge, Dehnübungen und Physiotherapieprogramme im vom Arzt empfohlenen Umfang sind für Patienten mit Knochenmetastasen äußerst hilfreich.
6. Achten Sie auf Ihre Ernährung
Eine eiweiß-, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung stärkt das Immunsystem und verbessert das Ansprechen auf die Behandlung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig, um das Kalziumgleichgewicht zu erhalten.
7. Nehmen Sie psychologische und soziale Unterstützung in Anspruch
Knochenmetastasen sind körperlich wie seelisch eine große Herausforderung. Psychologische Unterstützung, Selbsthilfegruppen und der Rückhalt der Familie verbessern die Therapietreue und die Lebensqualität erheblich.
Fazit
Knochenmetastasen sind eine ernste onkologische Situation, die entsteht, wenn Krebs von seinem Ursprungsorgan in das Knochengewebe streut, und die die Lebensqualität unmittelbar beeinträchtigt. Sie treten besonders häufig bei Brust-, Prostata-, Lungen-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs auf und können zu schwerwiegenden Komplikationen wie starken Knochenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, plötzlichen Brüchen und neurologischen Problemen führen. Dank moderner Bildgebungsverfahren ist heute jedoch eine frühe Diagnose möglich; mit modernen onkologischen Therapien, Strahlentherapie, knochenstärkenden Medikamenten und bei Bedarf operativen Eingriffen lässt sich die Erkrankung weitgehend kontrollieren.
Für eine erfolgreiche Behandlung von Knochenmetastasen sind eine frühe Diagnose, ein richtiger Behandlungsplan und ein interdisziplinärer Ansatz von großer Bedeutung. Eine wirksame Schmerzbehandlung, der Erhalt der Knochenintegrität und die Sicherung der Beweglichkeit verlängern die Lebenszeit und verbessern die Lebensqualität deutlich. Gleichzeitig sind Maßnahmen wie regelmäßige Kontrollen, angemessene Ernährung, der Erhalt körperlicher Aktivität und psychologische Unterstützung ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Knochenmetastasen sind eine Erkrankung, die sich kontrollieren lässt. Mit der richtigen Behandlung und fachärztlicher Betreuung können Patienten mit weniger Schmerzen, mehr Bewegungsfreiheit und besserer Lebensqualität leben. Treten Knochenschmerzen, plötzliche Brüche oder neurologische Anzeichen auf, ist es daher der wichtigste Schritt für den weiteren Krankheitsverlauf, ohne Verzögerung einen Facharzt aufzusuchen.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
Nein. Eine Knochenmetastase ist ein Krebs, der in einem anderen Organ entstanden ist und in den Knochen gestreut hat. Knochenkrebs ist dagegen ein primärer Krebs, der aus den körpereigenen Knochenzellen hervorgeht. Beide Situationen unterscheiden sich sowohl in ihren Ursachen als auch in ihrer Behandlung.
Knochenmetastasen treten am häufigsten bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Nierenkrebs und Schilddrüsenkrebs auf.
Metastatische Krebszellen zerstören die Knochenstruktur, reizen Nervenenden und erhöhen den Druck im Knochen. Das führt zu tiefen, anhaltenden und allmählich zunehmenden Knochenschmerzen.
Ja. Dank Knochenszintigrafie, PET-CT, MRT und Blutuntersuchungen können Knochenmetastasen frühzeitig entdeckt werden. Regelmäßige Kontrollen sind besonders bei Patienten mit einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte wichtig.
Knochenmetastasen gelten in der Regel als chronische Erkrankung. Mit modernen Behandlungen lassen sie sich jedoch lange kontrollieren, und die Patienten können eine gute Lebensqualität haben.
Ja. Mit geeigneter Behandlung, knochenstärkenden Medikamenten, Strahlentherapie und bei Bedarf operativer Unterstützung können viele Patienten gehen und ihren Alltag fortführen.
Die Lebenserwartung hängt von der Krebsart, dem Ausmaß der Streuung und dem Ansprechen auf die Behandlung ab. Dank moderner Therapien können Patienten heute oft jahrelang mit einer kontrollierten Erkrankung leben.
Ja. Die Strahlentherapie ist eine der wirksamsten Methoden, um Schmerzen durch Knochenmetastasen zu lindern und den Tumor zu verkleinern.
Ist im Knochen ein Bruch entstanden oder ist das Bruchrisiko sehr hoch, kann ein operativer Eingriff erforderlich sein. Ziel ist es, den Knochen zu stabilisieren und dem Patienten Bewegung zu ermöglichen.
Sie sollten Stürze vermeiden, Schmerzen nicht ignorieren, keine Kontrolltermine auslassen und auf ihre Ernährung sowie ihre Knochengesundheit achten.