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ERKRANKUNGEN & BEHANDLUNGEN

Was ist ein Lipom (Fettgeschwulst)? Ursachen und Behandlung

13 Min.
Prof. Dr. Yavuz Arıkan
Was ist ein Lipom (Fettgeschwulst)? Ursachen und Behandlung

Was ist ein Lipom (Fettgeschwulst)?

Ein Lipom (Fettgeschwulst) ist ein meist langsam wachsender, gutartiger Weichteiltumor, der durch eine krankhafte Vermehrung von Fettzellen entsteht. Meist wird er als weiche, verschiebliche, schmerzlose Schwellung unter der Haut bemerkt. Aus medizinischer Sicht sind Lipome kein Krebs; sie können jedoch manchmal mit einem Knochentumor oder anderen Weichteiltumoren verwechselt werden, weshalb eine sorgfältige Abklärung notwendig ist.

In der Praxis der Orthopädischen Onkologie gewinnen Lipome an Bedeutung, wenn sie im Muskel oder in Knochennähe liegen. Tief liegende Lipome können auf den Knochen drücken und dessen Form in der Bildgebung verändern, was den Verdacht auf einen Knocheninfarkt, eine fibröse Dysplasie oder einen Knochentumor wecken kann. Jedes Lipom, insbesondere wachsende oder sich verhärtende Raumforderungen, sollte daher von einem Facharzt untersucht werden.

Nach dem klinischen Ansatz, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan betont, sind die meisten Lipome zwar harmlos, doch sollte nicht jede Fettgewebsschwellung als „nur eine einfache Fettgeschwulst“ abgetan werden. Bei schnell wachsenden, schmerzhaften, tief liegenden oder harten Raumforderungen sollten bösartige Weichteiltumoren wie das Liposarkom ausgeschlossen werden.

Lipome können an einer Stelle oder bei manchen Menschen an mehreren Körperregionen auftreten. Nacken, Schulter, Rücken, Arm, Oberschenkel und Bauch sind die häufigsten Lokalisationen. Die meisten Lipome bleiben über Jahre gleich groß, manche wachsen jedoch mit der Zeit und verursachen sowohl kosmetische Probleme als auch Beschwerden durch Druck auf das umliegende Gewebe.

Kurz gesagt: Ein Lipom ist meist ein gutartiger Tumor des Fettgewebes, muss aber für eine korrekte Diagnose von einem Knochentumor und anderen Weichteilschwellungen abgegrenzt werden. Fettgeschwülste mit verdächtigen Merkmalen sollten daher von einem in der Orthopädischen Onkologie erfahrenen Facharzt beurteilt werden.

Lipom (Fettgeschwulst)

Warum entsteht ein Lipom (Fettgeschwulst)?

Die genaue Ursache eines Lipoms (Fettgeschwulst) ist nicht vollständig geklärt, wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass bei diesem gutartigen Weichteiltumor mehrere Faktoren eine Rolle spielen. In der Orthopädischen Onkologie geht man davon aus, dass die Entstehung eines Lipoms mit genetischer Veranlagung, Stoffwechsel und Veränderungen auf Gewebeebene zusammenhängt.

Nach den klinischen Beobachtungen, die Prof. Dr. Yavuz Arıkan hervorhebt, wirken Lipome oft wie ein einfaches Wachstum des Fettgewebes, doch spielen Unregelmäßigkeiten in den Zellerneuerungsmechanismen des Körpers bei ihrer Entstehung eine Rolle.

1. Genetische Veranlagung

Eine der wichtigsten Ursachen ist eine erbliche Veranlagung. Menschen, in deren Familie multiple Lipome vorkommen, haben ein höheres Risiko. Manche Menschen haben zudem genetische Syndrome, die zahlreiche Lipome an verschiedenen Körperstellen verursachen.

2. Unkontrollierte Vermehrung von Fettzellen

Lipome entstehen, wenn sich normale Fettzellen unkontrolliert vermehren. Das ist kein Krebs, zeigt aber, dass der örtliche Mechanismus des Zellwachstums gestört ist. Lipome können daher eine Größe erreichen, bei der sie mit einem Knochentumor oder anderen Weichteilschwellungen verwechselt werden können.

3. Verletzungen und Gewebeschäden

In Bereichen, die zuvor durch einen Stoß oder eine Verletzung geschädigt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Lipoms höher. Mikroskopische Schäden im Fettgewebe nach einer Verletzung können mit der Zeit ein krankhaftes Wachstum der Fettzellen begünstigen.

4. Stoffwechsel- und hormonelle Faktoren

Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte und hormonelle Störungen können die Struktur des Fettgewebes beeinflussen. Das kann bei manchen Menschen die Bildung von Lipomen begünstigen.

5. Alter

Lipome treten am häufigsten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Zellerneuerung, und die Wahrscheinlichkeit einer unregelmäßigen Vermehrung im Fettgewebe steigt.

6. Lipome in der Nähe von Knochen und Muskeln

Manche Lipome entstehen im Muskel oder in Knochennähe. Diese Lipome erfordern eine besondere Abklärung, da sie in der Bildgebung mit einem Knocheninfarkt, einer fibrösen Dysplasie oder einem Knochentumor verwechselt werden können.

Zusammenfassung

Ein Lipom (Fettgeschwulst) ist ein gutartiger Weichteiltumor, der durch das Zusammenwirken von genetischer Veranlagung, Verletzungen, Stoffwechselfaktoren und unregelmäßigem Zellwachstum entsteht. Die meisten Lipome sind zwar harmlos, doch wachsende, sich verhärtende oder tief liegende Raumforderungen sollten aus Sicht der Orthopädischen Onkologie beurteilt werden.

Wo treten Lipome auf?

Ein Lipom (Fettgeschwulst) ist ein gutartiger Weichteiltumor, der in nahezu jeder Körperregion mit Fettgewebe auftreten kann. In manchen Bereichen ist es häufiger, und seine Auswirkungen hängen von der Lage ab. In der Orthopädischen Onkologie ist die Lokalisation für Diagnose und Therapieplanung wichtig, da Lipome in bestimmten Regionen mit einem Knochentumor oder anderen ernsten Raumforderungen verwechselt werden können.

Nach den klinischen Beobachtungen, die Prof. Dr. Yavuz Arıkan hervorhebt, sollten tief liegende Lipome und solche in Knochennähe stets ausführlich untersucht werden.

1. Hals und Nacken

Der Hals ist eine häufige Lokalisation. Fettgeschwülste in diesem Bereich wachsen meist langsam, können aber wegen ihrer Nähe zu Nerven und Gefäßen bei zunehmender Größe Schmerzen, ein Verhärtungsgefühl oder Bewegungseinschränkungen verursachen.

2. Schultern und Rücken

Rücken und Schultern enthalten viel Fettgewebe und gehören daher zu den häufigsten Lokalisationen. Lipome in diesem Bereich können mitunter recht groß werden.

3. Arme und Oberschenkel

Lipome sind an Armen und Beinen häufig, vor allem am Oberarm und am Oberschenkel. Intramuskuläre Lipome können mit der Zeit Schmerzen bei Bewegung, verminderte Muskelkraft und Schwellungen verursachen und mit einem Knocheninfarkt oder einem Knochentumor verwechselt werden.

4. Bauch und Rumpf

Lipome der Bauchwand und des Rumpfes liegen meist oberflächlich. Tief liegende Lipome können auf innere Organe drücken und bei zunehmender Größe eine deutliche Schwellung verursachen.

5. Lipome in Knochennähe und im Muskel

Manche Lipome entstehen um den Knochen herum oder im Muskel. Sie können in der Bildgebung ähnliche Befunde wie eine fibröse Dysplasie, ein Knocheninfarkt oder ein Knochentumor zeigen. Die Beurteilung durch einen Facharzt für Orthopädische Onkologie ist daher sehr wichtig.

Symptome eines Lipoms (Fettgeschwulst)

Ein Lipom (Fettgeschwulst) ist meist ein langsam wachsender Weichteiltumor, der anfangs keine Beschwerden verursacht. Viele Menschen bemerken es zufällig als weiche Schwellung unter der Haut. Wächst es oder liegt es in tiefen Gewebeschichten, kann es verschiedene Beschwerden hervorrufen. In der Orthopädischen Onkologie können manche Lipome mit einem Knochentumor oder intramuskulären Raumforderungen verwechselt werden.

Nach dem klinischen Ansatz, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan betont, hängen die Symptome von Größe, Lage und Beziehung zum umliegenden Gewebe ab.

1. Weiche Schwellung unter der Haut

Das typischste Zeichen ist eine weiche, gummiartige, verschiebliche und meist schmerzlose Schwellung. Sie ist nicht mit der Haut verwachsen und lässt sich mit den Fingern verschieben.

2. Langsames, aber stetiges Wachstum

Lipome wachsen über Monate oder Jahre langsam. Ein beschleunigtes Wachstum weckt jedoch den Verdacht auf einen anderen Tumor als ein Lipom und muss abgeklärt werden.

3. Schmerzen und Druckempfindlichkeit

Die meisten Lipome sind schmerzlos. Drücken sie auf einen Nerv, liegen sie im Muskel oder in Gelenknähe, können Schmerzen, ein stechendes Gefühl oder ein Ziehen auftreten. Solche Lipome können mitunter mit einem Knocheninfarkt oder einem Knochentumor verwechselt werden.

4. Bewegungseinschränkung

Lipome im Bereich von Schulter, Arm, Oberschenkel oder Knie können mit zunehmender Größe die Beweglichkeit von Muskeln und Sehnen einschränken. Das kann alltägliche Tätigkeiten erschweren.

5. Veränderung von Form und Aussehen

Oberflächliche Lipome verursachen eine sichtbare Schwellung. Sie können an Hals, Rücken oder Arm zu einer Asymmetrie führen.

6. Verhärtung oder unregelmäßige Struktur

Typische Lipome sind weich. Harte, unregelmäßige oder schnell wachsende Raumforderungen wecken den Verdacht auf einen anderen Weichteiltumor oder in seltenen Fällen auf einen bösartigen Tumor.

Unterschied zwischen Lipom und Knochentumor

Lipom (Fettgeschwulst) und Knochentumor werden oft verwechselt, da beide eine Raumforderung bilden können. Herkunft, Verhalten, Risiko und Behandlung sind jedoch völlig verschieden. Eine korrekte Unterscheidung in der Orthopädischen Onkologie verhindert sowohl unnötige Sorgen als auch falsche Behandlungen.

Nach dem klinischen Ansatz, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan betont, sind Lipome zwar einfache Wucherungen des Fettgewebes, können aber in manchen Fällen ein Bild erzeugen, das einem Knochentumor ähnelt.

1. Ursprungsgewebe

Lipom: Lipome entstehen aus dem Fettgewebe unter der Haut oder im Muskel. Sie sind Tumoren des Weichteilgewebes und entstehen nicht aus dem Knochen selbst.

Knochentumor: Knochentumoren entstehen direkt aus dem Knochengewebe. Sie können vom Knochenmark, von der Knochenoberfläche oder aus der inneren Struktur des Knochens ausgehen.

2. Verhalten und Wachstumsmuster

Lipome wachsen meist langsam, schädigen das umliegende Gewebe nicht und streuen nicht.

Knochentumoren können schnell wachsen, die Knochenstruktur schwächen, Brüche verursachen und gutartig oder bösartig sein.

3. Schmerzen und Funktionsverlust

Die meisten Lipome sind schmerzlos. Schmerzen treten meist nur bei Druck auf einen Nerv oder Muskel auf. Bei Knochentumoren sind nachts zunehmende Knochenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Schwellungen und ein Bruchrisiko häufiger.

4. Befunde in der Bildgebung

Lipome zeigen in MRT und Ultraschall die Eigenschaften von Fettgewebe. Knochentumoren erscheinen als Knochenzerstörung, Verdichtung oder unregelmäßiges Wachstum. Manche tief liegende oder sehr knochennahe Lipome können mit einem Knocheninfarkt, einer fibrösen Dysplasie oder einem Knochentumor verwechselt werden. Daher sind moderne Bildgebung und eine fachkundige Auswertung erforderlich.

5. Behandlungsansatz

Die Behandlung eines Lipoms beschränkt sich meist auf Beobachtung und bei Bedarf die operative Entfernung.

Die Behandlung eines Knochentumors kann deutlich umfangreichere Maßnahmen wie Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und Rekonstruktion erfordern.

Wie wird ein Lipom (Fettgeschwulst) diagnostiziert?

Ein Lipom (Fettgeschwulst) lässt sich oft schon bei einer einfachen Untersuchung vermuten; für eine sichere Diagnose und vor allem zur Abgrenzung von einem Knochentumor oder anderen Weichteiltumoren ist jedoch eine ausführliche Abklärung notwendig. In der Orthopädischen Onkologie ist die korrekte Diagnose die Grundlage, um unnötige Operationen und falsche Behandlungen zu vermeiden.

Nach dem klinischen Vorgehen von Prof. Dr. Yavuz Arıkan erfolgt die Diagnose eines Lipoms schrittweise und systematisch.

1. Klinische Untersuchung

Im ersten Schritt werden Konsistenz, Verschieblichkeit, Beziehung zur Haut und eventuelle Schmerzhaftigkeit der Raumforderung beurteilt. Ein typisches Lipom tastet sich als weiche, verschiebliche Schwellung unter der Haut. Harte, unregelmäßige, tief liegende oder schnell wachsende Raumforderungen wecken den Verdacht auf einen anderen Weichteiltumor oder einen Knochentumor.

2. Ultraschall

Bei oberflächlichen Lipomen lässt sich mit Ultraschall gut zeigen, ob die Raumforderung aus Fettgewebe besteht. Einfache Lipome erscheinen im Ultraschall homogen und gut abgegrenzt.

3. Magnetresonanztomografie (MRT)

Die MRT ist das wertvollste Verfahren bei tief liegenden, intramuskulären oder knochennahen Raumforderungen. Sie zeigt deutlich, ob die Raumforderung Fett enthält, wie sie sich zu Muskel und Knochen verhält und ob eine Verwechslung mit einem Knocheninfarkt, einer fibrösen Dysplasie oder einem Knochentumor möglich ist.

4. Computertomografie (CT)

In manchen Fällen wird eine CT eingesetzt, um zu prüfen, ob der Knochen betroffen ist. Vor allem bei Lipomen nahe der Knochenoberfläche lassen sich Druck auf den Knochen oder Formveränderungen beurteilen.

5. Biopsie

Ist die Bildgebung nicht eindeutig oder weist die Raumforderung verdächtige Merkmale auf, wird eine Biopsie durchgeführt. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. So lassen sich Lipom und bösartige Tumoren sicher unterscheiden.

Behandlungsmethoden bei einem Lipom (Fettgeschwulst)

Da ein Lipom (Fettgeschwulst) meist ein harmloser, langsam wachsender Weichteiltumor ist, benötigt nicht jeder Patient eine aktive Behandlung. Manche Lipome wachsen jedoch und verursachen Schmerzen, kosmetische Probleme oder Druck auf das umliegende Gewebe. Tief liegende oder harte Lipome können zudem mit einem Knochentumor oder anderen bösartigen Raumforderungen verwechselt werden und müssen daher richtig beurteilt werden.

Im Ansatz der Orthopädischen Onkologie, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan verfolgt, wird die Behandlung eines Lipoms nach Beschwerden, Größe, Lage und Befunden der Bildgebung geplant.

1. Beobachtung (Verlaufskontrolle)

Bei kleinen, schmerzlosen, langsam wachsenden Lipomen reichen regelmäßige Kontrollen meist aus. Dabei werden Größe, Konsistenz und Wachstumsgeschwindigkeit überprüft. Bleibt alles unverändert, ist keine Operation notwendig.

2. Medikamente oder Injektionsbehandlungen

Es gibt keine gesicherte medikamentöse Behandlung, die Lipome verkleinert. Einige Injektionsverfahren wurden erprobt, beseitigen das Lipom aber nicht vollständig. Die dauerhafte Lösung ist daher in der Regel die Operation.

3. Operation (Entfernung des Lipoms)

Die wirksamste und endgültige Methode ist die vollständige operative Entfernung. Eine Operation wird empfohlen, wenn die Raumforderung schnell wächst, Schmerzen verursacht, auf Nerven, Muskeln oder Gefäße drückt, ein kosmetisches Problem darstellt oder der Verdacht auf einen Knochentumor oder ein Liposarkom besteht.

Der Eingriff erfolgt meist in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose, und das Lipom wird vollständig mitsamt seiner Kapsel entfernt. So wird das Rückfallrisiko minimiert.

4. Tief liegende und knochennahe Lipome

Intramuskuläre oder knochennahe Lipome erfordern eine sorgfältigere Planung. Da diese Raumforderungen mit einem Knocheninfarkt, einer fibrösen Dysplasie und einem Knochentumor verwechselt werden können, müssen vor der Operation eine MRT und die nötige Bildgebung erfolgen.

5. Nach der Operation

Die Genesung nach einer Lipom-Operation verläuft meist rasch. Der Patient kann innerhalb weniger Tage in den Alltag zurückkehren. Die pathologische Untersuchung bestätigt, dass es sich tatsächlich um ein gutartiges Lipom handelt.

Kann ein Lipom zu Krebs werden?

Dies ist eine der häufigsten Fragen von Patienten mit einer Fettgeschwulst. Die kurze und klare Antwort lautet:

Klassische Lipome entarten nicht zu Krebs. Ein Lipom ist ein gutartiger Weichteiltumor und besitzt aufgrund seines Zellaufbaus nicht die Eigenschaft, sich in einen bösartigen Tumor umzuwandeln.

Es gibt jedoch eine sehr wichtige klinische Unterscheidung: Es existieren bösartige Tumoren des Fettgewebes, sogenannte Liposarkome. Ein Liposarkom ist kein Lipom, das zu Krebs geworden ist, sondern ein anderer Tumor, der von Anfang an bösartig ist. Da es wie ein Lipom aussehen kann, entsteht in der Öffentlichkeit die Vorstellung, „das Lipom sei zu Krebs geworden“ – medizinisch ist das jedoch nicht korrekt.

Im Ansatz der Orthopädischen Onkologie, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan verfolgt, ist es am wichtigsten, Lipom und Liposarkom korrekt voneinander zu unterscheiden. Manche Raumforderungen sehen von außen wie eine einfache Fettgeschwulst aus, unterscheiden sich aber in der Bildgebung und in der Wachstumsgeschwindigkeit.

Wann sollte ein Verdacht entstehen?

Liegen folgende Merkmale vor, handelt es sich möglicherweise nicht um ein einfaches Lipom: schnelles Wachstum, harte und unregelmäßige Struktur, tiefe Lage (im Muskel oder in Knochennähe), Schmerzen oder Nervenkompression, Verwachsung mit dem umliegenden Gewebe oder in der Bildgebung sichtbarer Druck auf Knochen oder Muskeln.

Solche Raumforderungen sollten mitunter gemeinsam mit einem Knochentumor, einem Knocheninfarkt oder anderen Weichteiltumoren differenzialdiagnostisch beurteilt werden.

Kann ein Lipom mit einem Knochentumor verwechselt werden?

Ja. Vor allem große Lipome in Knochennähe können in der Bildgebung wie ein Knochentumor aussehen. Die Diagnose sollte daher mit einer MRT und bei Bedarf einer Biopsie geklärt werden.

Fazit

Ein Lipom (Fettgeschwulst) ist meist ein gutartiger Weichteiltumor, doch es ist nicht richtig, jede Fettgewebsschwellung als harmlos anzusehen. Lipome können an verschiedenen Körperstellen auftreten und je nach Größe, Lage und Wachstumsgeschwindigkeit kosmetische Probleme, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Lipome im Muskel, in Knochennähe oder mit schnellem Wachstum können ein Bild erzeugen, das mit einem Knochentumor, einem Knocheninfarkt oder einer fibrösen Dysplasie verwechselt werden kann.

Die körperliche Untersuchung allein reicht daher nicht aus; Ultraschall, MRT und bei Bedarf eine Biopsie sollten die Struktur der Raumforderung klären. Im Ansatz der Orthopädischen Onkologie, den Prof. Dr. Yavuz Arıkan verfolgt, geht es darum, ein Lipom von bösartigen Weichteiltumoren abzugrenzen und dem Patienten die richtige und sicherste Behandlung anzubieten.

Die meisten Lipome können ohne Behandlung beobachtet werden; bei Raumforderungen, die Schmerzen verursachen, wachsen, sich verhärten oder zu Funktionseinschränkungen führen, ist die operative Entfernung die wirksamste Lösung. Bei Entfernung mit der richtigen Technik ist das Rückfallrisiko gering, und Patienten können rasch in ihr normales Leben zurückkehren.

Zusammenfassend sind Lipome meist harmlos, doch jede Raumforderung sollte ernst genommen werden. Eine frühe und korrekte Diagnose verhindert unnötige Sorgen, und mögliche ernste Erkrankungen können rechtzeitig behandelt werden, sodass Gesundheit und Lebensqualität erhalten bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Ein Lipom ist ein meist langsam wachsender, gutartiger Weichteiltumor aus Fettzellen. Umgangssprachlich wird es als Fettgeschwulst bezeichnet.

Die meisten Lipome sind harmlos und müssen nicht behandelt werden. Schnell wachsende, sich verhärtende oder tief liegende Raumforderungen sollten jedoch immer abgeklärt werden.

Nein. Klassische Lipome entarten nicht zu Krebs. Es gibt jedoch bösartige Tumoren des Fettgewebes, sogenannte Liposarkome, die manchmal mit einem Lipom verwechselt werden können.

Ja. Lipome in Knochennähe oder im Muskel können in der Bildgebung wie ein Knochentumor aussehen. Daher können eine MRT und bei Bedarf eine Biopsie erforderlich sein.

Oberflächliche Lipome sind meist schmerzlos. Lipome, die auf einen Nerv, Muskel oder ein Gefäß drücken, können Schmerzen und Beschwerden verursachen.

Nein. Lipome bilden sich nicht von selbst zurück. Sie bleiben meist gleich groß oder wachsen langsam.

Die Diagnose erfolgt durch körperliche Untersuchung, Ultraschall und MRT. In verdächtigen Fällen kann eine Biopsie durchgeführt werden.

Kleine Lipome verursachen oft keine Probleme. Wachsende Lipome können zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und kosmetischen Beeinträchtigungen führen.

Die meisten Lipom-Operationen sind einfache chirurgische Eingriffe. Der Patient wird meist noch am selben Tag oder nach kurzem Aufenthalt entlassen.

Wird ein Lipom vollständig entfernt, ist das Rückfallrisiko gering. Bei manchen Menschen können sich jedoch neue Lipome bilden.

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Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Prof. Dr. Yavuz Arıkan

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

Spezialist für Knochen- und Weichteiltumoren
1978 in Uşak geboren

Ausbildung & Facharztweiterbildung

  • Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Karadeniz (2003)
  • Facharztweiterbildung am Şişli Etfal Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Istanbul (2010)

Berufserfahrung

  • Pflichtdienst am Derince Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Kocaeli
  • Seit 2012 als Facharzt am Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen tätig
  • Spezialisierung auf Knochen- und Weichteiltumoren an der 2. Orthopädischen Klinik
  • 2013 Bestehen der orthopädischen Facharztprüfung (Board) und Mitgliedschaft in der TOTEK
Fachgebiete
Orthopädie und Traumatologie Orthopädische Onkologie Knochentumoren Weichteiltumoren Knochenzysten Gelenkersatz Unfallchirurgie
Einrichtung

Baltalimanı Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus für Knochenerkrankungen